16.11.2011 San Carlos

Heute wartet meine bisher laengste Teiletappe. Bis San Carlos im Nordosten von Negros sind es ca. 125 km. Deshalb nutze ich die Gunst der Morgenstunde. Je weiter noerdlich ich komme, umso schlechter werden die Strassenverhaeltnisse. Auf kurzen Teilstuecken komme ich auch in den ‚Genuss‘ von staubigen rough-roads und auch einigen glitschigen Schlammpassagen. Im Gegensatz zu Cebu und Bohol, wo praktisch alle Strassen asphaltiert waren hat es hier mehr und mehr cemented roads, die mehr oder weniger ganz in Handarbeit hergestellt werden. Eine Baustelle folgt der anderen. Jeweils dutzende Strassenbauer sind am Eisen legen oder am zementieren. Als ich nach meiner Ankunft mein Gesicht mit einem Taschentuch abschwische, ist dieses nachher braun. Dies erklaert auch, weshalb viele Motorradfahrer hier auf ihren Toeffs wie verkleidete Ninjas herumfahren.

Bei einem kurzen Fotostopp komme mit einem aelteren Herrn ins Gespraech, der den Erntehelfern bei der Zuckerrohr-Ernte zuschaut. Es stellt sich heraus, dass er der Landbesitzer ist. Er erklaert mir, dass jetzt Haupterntezeit ist, der Zuckerpreis aber wieder gesunken sei. Na ja, mit ihm brauche ich sicher kein Mitleid zu haben, wohl eher mit den Arbeitern, die fuer einen sehr bescheidenen Lohn einen knochenharten Job verrichten.

Kurz nach 14 Uhr komme ich in San Carlos an. Eine kleine, freundliche Kuestenstadt mit 34000 Einwohnern. Mensch und Maschine brauchen wieder mal eine Pause. Ich bleibe darum 2 Naechte hier.

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