27.01.2018 Fang

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Erdbeerfarm

Die Entscheidung, ob ich heute etwas länger schlafen soll oder nicht fällt morgens um halb sieben, als beim benachbarten Schulhaus die Lautsprecher für das Fest, dass dieses Wochendende stattfindet, getestet werden. An ein Weiterschlafen ist nicht mehr zu denken.  Der holländische Besitzer meines Bungalows lebt schon seit 1999 in Thailand und hat es aufgegeben, den Sinn und Zweck dieser frühmorgendlichen Tests zu hinterfragen. Ich wechsle noch ein paar Worte mit ihm über die heutige Strecke und fahre nach einem Minifrühstück (Kaffee und eine Banane) um halb acht los. Es ist ca. 13 Grad kühl. Der leichte Nebel wird langsam vom Sonnenlicht durchtränkt und allmählich verdrängt. Die ersten Kilometer sind ein ständiges Auf und Ab. Unterwegs gönne ich mir eine Tasse Grüntee und später eine scharfe Suppe an einer Strassenküche. Nach etwa 40 Kilometern erreiche ich eine Passhöhe auf welcher gerade ein Markt mit lokalen Bauern stattfindet. Das Angebot ist nicht riesig, aber alles sehr frisch. In dieser Gegend leben viele Leute aus Burma und China, die in ihren Ländern als ethnische Minderheiten einen schweren Stand hatten und deshalb nach Nordthailand geflüchtet sind. Da der Boden in den Bergen nicht viel hergibt, haben sie auch hier kein einfaches Leben. Mein heutiges Etappenziel ist Fang. Eine Kleinstadt westlich von Chiang Rai, etwa 15 km von der burmesischen Grenze entfernt.

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Teatime

 

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