Ein arbeitsreicher Oktober

Es gibt Wochen und Monate die sehr schnell vergehen. Der Oktober war ein solcher Monat. Wie so oft kam das aber eher überraschend. Mitte September war der Oktober in meiner Agenda mit Ausnahme des Annual Meetings von Interteam noch relativ leer. Daher planten wir für Oktober diverse Schulinspektionen in verschiedenen Zusammensetzungen mit dem Ziel, dass Know How an zusätzliche Personen weiter zu geben. Unsere Planung mussten wir anfangs Oktober bereits revidieren. Das Head Office in Windhoek informierte uns, dass die jährliche physische Ueberpruefung der 40’000 Lohnbezüger im Bildungsministerium, die corona bedingt verschoben wurde, nun doch noch durchgeführt werden soll. Und zwar sehr kurzfristig. Dieses Jahr soll zudem der Stellenetat je Schule geprüft werden. Aus diesem Grund wurden die Teamleiter zu einem eintägigen Brainstorming nach Windhoek eingeladen. Für Pandu und mich bedeutete das 2 zusätzliche Reisetage. Nachdem wir die nötigen Prüfungsunterlagen in Excel erstellt hatten, konnten die Teams im ganzen Land ausschwärmen. Allerdings erst nachdem auch die logistischen Herausforderungen gelöst waren. Und dies waren im Speziellen das Auftreiben von (geländetauglichen) Fahrzeugen und von funktionierenden Laptops. Am Freitag Nachmittag fehlten bei uns in Rundu noch 3 Autos und 5 Laptops. Sonntagmorgen um 9 kam dann die gute Nachricht, dass alle Teams ausgerüstet sind.

Oktober ist für eine solche Übung nicht gerade der ideale Monat. Vor allem wegen der Schulen, die abseits der geteerten Strassen im Busch liegen. Bei um die 40 Grad Höchsttemperatur erhitzen sich die sandigen Pisten stark und der Untergrund wird so weich, dass ab und zu ein Fahrzeug stecken bleibt oder einen anderen Materialschaden erleidet. Zudem musste während der Überprüfung in den Schulen die Masken getragen werden, was die Arbeit für die MitarbeiterInnen zusätzlich erschwerte. Der Einsatz im Feld dauerte insgesamt 2 Wochen. Zurück im Büro müssen die offiziellen Dokumente für diejenigen Personen beschafft werden, die aus irgendeinem Grund nicht verifiziert werden konnten. Und nächste Woche werden die Daten sämtlicher Regionen konsolidiert und die Reporting’s für das Büro der Premierministerin erstellt. Diese Aufgabe durfte ich schon im letzten Jahr übernehmen. Mein Ziel ist es, in diesem Jahr eine IT-affine Person zu finden, welcher ich diese Aufgabe für zukünftige Jahre übergeben kann.

Schwerstarbeit für Frau/Mann und Maschine

Interteam Jahres Meeting

Wie bereits im letzten Jahr fand unser Jahresmeeting am Lake Oanob statt. Dieser Stausee liegt bei Rehoboth, etwa 100 Km südlich von Windhoek. Wir freuten uns schon lange auf diesen Event. Es ist immer schön, die Kollegen aus den anderen Landesteilen zu treffen und sich austauschen zu können. Aber auch der Ort bedeutet für uns Runduaner eine grosse Abwechslung. Zwar leben wir an einem Fluss. Der ist aber wegen der Krokodile und Flusspferde nicht zum schwimmen geeignet. Umso mehr kosteten wir die Möglichkeiten des Stausees aus. Sei es beim Schwimmen, beim Kanufahren oder waehrend dem Sundowner auf der Bootstour. Auf der Fahrt nach Rehoboth machten wir einen Abstecher an den Waterberg und verbrachten das Wochenende im Anderson Camp. Fuer einmal waren wir nicht alleine. Seit Mitte September ist die Einreise nach Namibia per Flugzeug wieder möglich und so trafen wir im Camp die ersten ausländischen Touristen seit einem halben Jahr. Auf dem Nachhauseweg uebernachteten wir auf der Ohange Farm in der Naehe von Tsumeb. Dort hatten wir mal wieder ‚Familienanschluss‘. Beim gemeinsamen Nachtessen erfuhren wir von Carla, der Frau des Farmers, viel ueber das Farmleben und Wissenswertes ueber die Region. Als wir ihr sagten, dass wir in Rundu leben und arbeiten, bekamen wir auch noch einen grosszuegigen Rabatt auf die Unterkunft 🙂

Aussicht auf den Lake Oanob
Abendstimmung am Lake Oanob
Aufmerksame Zuhoererinnen, Gast inklusive
Breitmaulnashorn Mutter mit ihrem einjaehrigen Spross
Blick von der Waterberg Plateau Lodge
Elands bei der Ohange Lodge

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