Ostern im Caprivi

Am 21.3. feierte Namibia zum einunddreissigsten Mal den Unabhängigkeitstag. Da dieser auf einen Sonntag fiel, wurde der Feiertag am Montag kompensiert. Wir nutzten das verlängerte Wochenende mit einem Ausflug nach Divundu. Divundu liegt 200 km östlich von Rundu im sogenannten Caprivi Streifen. Hier biegt der Kavango Fluss Richtung Süden ab, nachdem er über einige hundert Kilometer ostwärts floss und die Grenze zu Angola bildete. Nach ca. 50 km erreicht er Botswana und versandetet später im Okavango Delta, eine der grossen Attraktionen für Tier- und Wildnis-Liebhaber in Botswana. In Divundu kenne ich mittlerweile fast alle Lodges, unter anderem auch wegen der Leadership-Workshop, die hier im Februar und März stattfanden. Die Lodges überbieten sich im Kampf um die wenigen Touristen mit Sonderangeboten. Und so leisten wir uns zwischendurch ein solches, anstelle der günstigeren Camping-Variante. In Divundu beginnt auch der Bwabwata Nationalpark, der sich bis ins 200 km östlich gelegene Kongola erstreckt. Speziell an diesem Park ist, dass mit Ausnahme der sogenannten Core-Areas in grossen Teilen des Parks die traditionellen Bevölkerungsgruppen leben. Auch die Wildtiere können sich frei bewegen und migrieren (auch ohne PCR-Test) je nach Jahreszeit zwischen den angrenzenden Ländern. Im Bwabwata findet man (wenn man Glück hat) nebst vielen anderen Tieren, 4 der 5 „big fives“, das sind Loewen, Leoparden, Elefanten und Büffel. Nur Nashörner gibt es hier im Norden keine. Ueber Ostern ging’s dann schon wieder Richtung Osten. Diesmal bis zur Namushasha Lodge zum Camping direkt am Kwandofluss, der später zum Linyanti und schließlich zum Chobe wird. Am Samstag unternahmen wir einen Gamedrive im Mudumu Nationalpark. Gemäss Register am Parkeingang waren wir die einzigen Gäste an diesem Tag. Die Dame an der Rezeption empfahl uns nur wenige Strecken des gut 700 km2 grossen Parks. Aber auch die uns empfohlenen Strecken waren teilweise sehr sandig und nur mit der Getriebeuntersetzung befahrbar. Am späten Nachmittag gönnten wir uns eine Flussfahrt auf einem der vielen Nebenarme des Kwandos, die hier in einer einmaligen Sumpflandschaft meandern. Nebst vielen Vögeln erfreuten wir uns auch an den Flusspferden und an der wunderbaren Abendstimmung.

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