Ostern im Etosha NationalPark

Letzte Woche haben wir uns entschlossen, dass wir ueber Ostern in den Etosha Nationalpark fahren. Ostern ist auch in Namibia eine sehr beliebte Reisezeit. Im Etosha gibt es insgesamt 5 Camps mit Uebernachtungsmoeglichkeiten. Wir entschieden uns, zuerst ueber den Anderson Gate im Sueden des Parks nach Okaukejo zu fahren. In Outjo legten wir einen Zwischenstopp ein und genossen in einem von einem Schweizer gefuehrten Cafe ein feines Stueck Quark – bzw Schwarzwaeldertorte. Im ersten Camp war der Campingplatz ausgebucht. Nach einer 650 km Fahrt waren wir aber auch nicht ungluecklich darueber, das Zelt nicht mehr aufstellen zu muessen. Alle Camps verfuegen nebst einem Restaurant, einem Pool, einer Tankstelle, einem kleinen Shop auch ueber ein „waterhole“, an welchem, geschuetzt durch einen Zaun, die Tiere beim trinken beobachtet werden koennen. Nach Sonnenuntergang werden die Wasserloecher mit Scheinwerfern beleuchtet und so hat es jeweils fast rund um die Uhr Beobachter und die zur Verfuegung stehenden Sitzgelegenheiten sind gut belegt.

Der Ethosha ist mit fast 23000 km2 mehr als halb so gross wie die Schweiz. Am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Halali, dem 2. Camp auf unserer Route. Es stehen verschiedene Routen zur Verfuegung, welche auch mit dem eigenen Fahrzeug zurueckgelegt werden koennen. Die Routen sind im Ethosha alles gut fahrbare Naturstrassen. Den 4 x 4 mussten wir hier nie zuschalten. Die Tierwelt, die wir beobachten konnten, ist atemberaubend. Aber auch landschaftlich ist der Etosha eine oder auch mehrere Reisen wert. Wenn es irgendwo etwas speziellere Tiere, wie Loewen, Elephanten oder Nashoerner zu sehen gibt, sammeln sich an diesen Stellen schnell einige Fahrzeuge. Bei einem solchen Spot mussten wir dann aber lange schauen, bis wir die 2 Loewinnen doch noch entdeckten. Sie doesten im Schatten eines Baumes und bewegten sich kaum.

Als wir am Sonntagmorgen tanken wollten, beschied uns der Tankwart, dass sowohl in Halali in auch in Namutoni (unserem dritten Tagesziel) der Diesel ausgegangen ist. Deshalb mussten wir nochmals 75 km zurueck nach Okaukejo fahren um an den begehrten Treibstoff zu kommen. Auf der Rueckfahrt hatten wir eine tolle Begegnung mit einem riesigen Elephantenbullen, welche uns fuer den kleinen Umweg mehr als entschaedigte.

Bevor es am Montag auf den Rueckweg ging, machten wir noch eine 50 km – Schlaufe bei Namutoni, wo wir grosse, bunt gemischte Herden mit Zebras, Gnu’s, Springboecken und Orixen beobachten konnten. In vier Tagen legten wir insgesamt 1500 km zurueck, Fuer soviele km brauchte ich in der Schweiz in den letzten Jahren jeweils etwas ein viertel Jahr (Fahrrad nicht mitgerechnet).

am Wasserloch beim Halali Camp

Ein Gedanke zu „Ostern im Etosha NationalPark“

  1. wow, ich mag euch das so von Herzen gönnen! Das werden Bilder, Geräusche, Momente sein, welche euch vermutlich immer im Herzen festkleben! Danke, dass ihr so fleissig schreibt, was bei euch läuft und wie es euch so ergeht. Habt ihr denn jetzt eigentlich schon Hühner? Unsere sind zum Teil richtig verrückt, rennen in der Wiese herum und wollen am Abend nicht ins Bett, sodass meistens Mike gehen muss und eins auf den Arm nehmen muss, dann kommt der Rest dann auch mal. Wir sind auch erst gestern heim gekommen – Sabina und ich packten unseren Bus nach einem grossen Fest mit Bankett und fuhren gleich noch am Sonntagabend letzter Woche los, bis wir nicht mehr konnten, das war dann Nähe Besançon, wo wir uns hinter einen Lastwagen mitten auf der Autobahnraststätte hin stellten und fünf Minuten Später schon im Bett lagen. Am Morgen fuhren wir weiter in die Dordogne, eine wunderschöne Gegend, historisch so spannend und naturmässig der Hammer, wir waren an an einem Fluss umgeben von Tausenden von Vögeln, nichts sonst… und genossen die Woche so gut es ging, mal eben mit etwas Arbeit, geht leider noch nicht ganz ohne… nun sind wir wieder angekommen und hier steht auch alles in Blüte. Wir drücken euch fest und grüssen euch ! Habt eine gute Zeit! Sandra und Sabina

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