Tag 2; „es schneielet“

Datum: 02.06.2010

Etappe: Davos – Promontogno

Distanz: 110 Km / 1430 Hm

Ich stehe zusammen mit Bianca auf und wir frühstücken gemeinsam. Sie muss um 7 30 Uhr zur Arbeit. Da es draussen nieselt und es ziemlich kalt ist, entschliesse ich mich, auf etwas besseres Wetter zu warten. Als Zeitvertreib schaue ich mir die Debatte im Nationalrat zum Thema Ausschaffungsinitiative an. Ein ständiges Hin und Her der Pro- und Contra-Redner. Die Initiative der SVP scheint auf den ersten Blick eine einfache Lösung für ein Problem der heutigen Zeit zu sein, nur bei der Umsetzung scheiden sich die Geister. Wie üblich steckt der Teufel im Detail. Um 11 00 Uhr lässt der Regen nach und ich entschliesse mich, das „Projekt“ Flüela doch noch in Angriff zu nehmen. Ein Vorteil hat das schlechte Wetter; es sind nur wenige Tagesausflügler unterwegs und so verläuft der Aufstieg zum Pass relativ ruhig. Ab ca. 2000 M.ü.M. geht der Nieselregen in leichten Schneefall über. Nach 845 Höhenmetern und einer Fahrzeit von gut 90 Min. taucht plötzlich die Passhöhe im Nebel auf. Bei einer Gerstensuppe und einem Kaffee wärme ich mich in der gemütlichen Gaststube auf. Vor der Abfahrt hinunter in’s Engadin montiere ich Plastiksäcke über meine Schuhe um mich vor dem Spritzwasser zu schützen. Nach ein paar Kilometern trocknet die Strasse ab. Von Susch geht es weiter Richtung Oberengadin. Schon bald erreiche ich Maloja wo es in einer genialen Abfahrt Richtung italienische Grenze geht. Um 1800 Uhr erreiche ich Promontogno, wo ich im Hotel Bregaglia ein Zimmer finde.

Blick Richtung Oberengadin viel Wasser auch im Bergell

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