Otjiwarongo

Die letzten Tage waren etwas hektisch aber auch interessant und abwechslungsreich. Ich bin auf Einladung unserer Finanzchefin Ms Karises seit letzen Sonntag in Otjiwarongo. Otjiowarongo liegt 460 km südlich von Rundu an der B1 Richtung Windhoek. Mündlich wurde ich bereits Mitte Februr über dieses Meeting informiert. Aber die schriftliche Einladung musste ich letzten Freitag schlussendlich selber schreiben. Denn ohne offizielle Einladung gibt es hier keine Bewilligung für eine Dienstreise. Schliesslich war in unserer Region kein Dienstfahrzeug mehr verfügbar. Pandu konnte am Samstag aber noch eine Mitfahrgelegenheit organisieren. So konnte ich am Sonntag mit einer Bibliotheksangestellten mitreisen, die von einem unserer Fahrer nach Swakopmund chauffiert wurde. Natürlich waren die 2 weiteren freien Plätze im Auto ebenfalls besetzt. Allerdings mit inoffiziellen Fahrgästen. In Otjiwarongo sind wir 10 Leute. Meine Aufgabe ist die Erstellung sämtlicher Reportings der Mitarbeiter-Überprüfungen (Ghost-Teacher) der letzten 2 Jahre. Siehe auch meinen letzten Beitrag. Die übrigen Leute kümmern sich um die Berechnung der finanziellen Auswirkungen. Also mit den Verlusten, die nicht mehr eingefordert werden können, weil die Mitarbeiter die zu viel Lohn erhalten haben, in der Zwischenzeit zum Beispiel nicht mehr beim Staat arbeiten, pensioniert oder verstorben sind. Es stellte sich heraus, dass die Überprüfung im Jahr 2018 in den Regionen uneinheitlich durchgeführt wurden. Entsprechend chaotisch waren auch die mir zur Verfügung gestellten Unterlagen. Ich durfte aus mehreren Dutzend Excel-Listen in unterschiedlichen Formaten Daten zusammenführen, was mir aber schlussendlich doch recht gut gelang. Die Reports darf ich nun morgen vor meiner Rückreise präsentieren. Ausser arbeiten, essen, schlafen und am Abend noch ein paar Runden joggen im nahe gelegenen Parises Sport Park habe ich nicht viel gesehen von Otjiwarongo. Heute Nachmittag bot sich dann doch noch die Gelegenheit, um die im Stadtzentrum gelegene Krokodil-Farm zu besichtigen. Auf einer 30-minütigen Führung erfuhr ich viel Wissenswertes über die afrikanischen Nil-Krokodile. Auf dieser Zuchtfarm leben gegen 3000 Tiere. Die grössten werden gut 6 Meter lang und bis zu 130 Jahre alt. Jedes Jahr gibt es ca 1000 Jungtiere. Die meisten davon werden im Alter von 3 Jahren geschlachtet. Alles wird verwertet. Im Restaurant stehen u.a. Krokodil-Filets auf der Speisekarte. Im Shop sind Krokodilledergürtel ab 100 CHF zu haben. Die meisten Häute gehen aber in den Export.

knapp 2 jähriges Exemplar
Krokodile wachsen bis an ihr Lebensende, sind also eigentlich nie ausgewachsen

2 Gedanken zu „Otjiwarongo“

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