Dienstreisen in Namibia

In den letzten Wochen standen zwei „Dienstreisen“ an. Ende März besuchte ich zusammen mit meinem Counterpart Pandu und unserem Senior Accountant Gandulf Mukoya den zweitägigen nationalen Budgetworkshop des Ministry of Education in Windhoek. So eine Reise will geplant sein. Erstmal ein AirBnB-Zimmer in Windhoek buchen. Das ist einfach. Schwieriger wirds mit dem Transport. Fuer die 720 km von Rundu nach Windhoek benötigen wir ein Government Fahrzeug, und die sind Mangelware. Eigentlich gäbe es genug aber viele sind leider nicht fahrtüchtig. Als Pandu endlich eins aufgetrieben hat, waren die Reifen leider total abgefahren. Die Garage wollte ihm neue Pneus nur gegen bar montieren was dann die nächste Herausforderung war. Und das am freien Samstag, zwei Tage vor unserer Abreise. Schlussendlich klappte es doch noch und Pandu holte mich um halb 8 Uhr ab. Bis wir dann losfuhren, wurde es dann allerdings 10 Uhr. Nebst Tanken, Nichte von Pandu in die Stadt chauffieren, Transportbewilligungen ausfüllen waren noch Einkaufen für die Reise und Abholen von Celestine vom Regional Council angesagt, die mit uns nach Windhoek reisen durfte. Mukoya und ich wechselten uns als Fahrer ab und gegen 18 Uhr trafen wir wohlbehalten in unserer Unterkunft in Windhoek ein. Am Meeting nahmen neben einigen Vertretern von Hauptsitz Teilnehmer aller 14 Distrikte teil. In der Regel der bzw die Chief Accountant und ein Senior Accountant pro Region. Nebst der Vorstellung des neuen Budgets – das Finanzjahr dauert hier von April bis März – wurden weitere Traktanden wie zum Beispiel die neue Buchhaltungssoftware aber auch Spesenregelungen usw behandelt. Fazit des zweitägigen Workshops: die finanziellen Mittel Namibias sind äusserst knapp und Ministerien müssen wie bereits im letzten Jahr erneut zum Teil massive Budgetkürzungen in Kauf nehmen was den Handlungsspielraum in den Distrikten natürlich deutlich einschränken wird.

Diese Woche standen für Rahel, Vanessa und mich ein Besuch / Erfahrungsaustausch bei unseren Interteam-Kolleginnen Regula und Nicola in Katima Mulilo auf dem Programm. Auch Katima ist nicht gerade um die Ecke (520 km pro Weg). Katima liegt am nordöstlichsten Zipfel von Namibia im 4 – Ländereck Namibia,Sambia, Zimbabwe und Botswana. Auf der Hinreise machten wir einen Zwischenstopp in Divundu und besuchten über das Wochenende den Mahango Nationalpark. Der Park ist ca 250 km2 gross und kann gegen eine Gebühr mit einem 4×4 Fahrzeug befahren werden. Dabei erlebten Rahel und ich unsere „Elephanten-Premiere“. Wärend wir die ersten 2 Tiere nur durch das Gebüsch beobachten konnten, trafen wir etwas später auf 2 prächtige Exemplare bei einem Wasserloch. Es ist schon ziemlich Respekt einflössend, wenn man in freier Wildbahn auf solch mächtige Tiere stösst.
In Katima haben Rahel und Vanessa sich ein Bild von den Projekten von Regula im Bereich Inklusion gemacht wärend ich mit Nicola diverse Projekte im administiven Bereich des Directorates besprochen haben. Dabei ging es zum Beispiel um Optimierung von Prozessabläufen, Aufbau von Reportings, Definition von Qualitätsstandards aber auch Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen. Wie übilich ist in der Theorie alles relativ klar und einfach. Bei der Umsetzung ist dann Ausdauer und Hartnäckigkeit gefragt.

Mahango Game Reserve

4 Gedanken zu „Dienstreisen in Namibia“

  1. Sali ihr zwei Lieben, ohhh da habt ihr ja einige Prachtexemplare gesehen, du meine Güte ist der Elefant riesig!!! Ich kann mir aber auch vorstellen, dass diese weite Reiserei und das Organisieren von bei uns in der Schweiz so einfachen Abläufen oft Nerven oder sicher Geduld kostet… aber ich denke, da gewöhnt man sich vermutlich auch dran? Bei uns läuft es wunderbar, wir haben fast täglich Buchungen und Anfragen und der Auboden füllt sich immer mehr. Bin gerade am DYMA Unterrichten – 6 1/2 Tage am Stück, aber Morgen Abend sind wir durch, bzw. dann haben wir noch 50 Leute für einen Geburtstag hier am Sonntag, und da muss ich noch alles vorbereiten mit Hilfe zum Glück, aber der Rindsbraten, uuhhhh, das sind ca. 12 kg…. Und am Sonntag Abend fahren Sabina und ich dann für eine gute Woche los mit unserem Bus, vermutlich in die Toskana, wir freuen uns sehr auf einige Tage zu zweit und nicht zu zehnt oder 30 oder 50 ….! Der Frühling hier, naja, der macht noch nicht so richtig vorwärts, ist immer noch recht kalt, darum zieht es uns nun in den Süden. Ich schicke dicke Drücker und grüsst mir die wunderbaren Tiere! Sandra

    1. Liebe Sandra, freut mich sehr, dass es bei euch im Auboden so gut laeuft. Ihr habt ja auch ein vielseitiges Angebot und ein tolles, motiviertes Team. Ich wuensche dir und Sabina nach diesen arbeitsreichen Wochen eine gute Reise in den Sueden mit viel Sonne und Zeit fuer euch.
      LG Armin

  2. Ihr beiden Lieben
    Viel unterwegs wie es scheint, alles neu spannend und Rahel ist wohl schon mehr mit dem Auto unterwegs gewesen in Namibia als im ganzen letzten Jahr in der Schweiz.
    Wunderschön diese Tiere. Die Zebras gefallen mir speziell gut mit ihrem schönen Streifenmuster.
    Bei uns ein indoor Tag alles ist weiss verschneit draussen.
    Ganz liebi verschneiti Grüess is warmä Rundu
    Bernadette

    1. Liebe Bernadette, ich denke, Rahel ist hier in 3 Monaten schon mehr Auto gefahren, als in den letzten 10 Jahren in der Schweiz. ÖV ist hier leider ein Fremdwort 😉
      Liebe Grüße zurück in die CH

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