Ein ereignisreicher Mai

Team Meeting Finanzen

Unser Direktor hat mit Nachdruck verlangt, dass alle Teams regelmässig Teammeetings abhalten sollen und dass er und sein Stellvertreter sporadisch an diesen teilnehmen wollen. Am 3. Mai fand dann das erste Teammeeting des Financial Management Teams statt. Da es mein erstes Meeting war, brachte ich einen selbstgebackenen Zitronen-Cake mit, der mir viele Komplimente einbrachte 🙂

Team Financial Management Kavango East

Sportevent

Am Sonntag, 5.5.19 machten wir uns zusammen mit Vanessa, unserer Interteam-Kollegin auf den Weg nach Windhoek. Wir hatten uns dank unseres Trainingsfleisses für das Volleyball-Team unserer Region qualifiziert. Einmal im Jahr findet der nationale Sportanlass statt, an welchem alle 14 Regionen und das Head Office teilnehmen. Pro Region sind maximal 60 Teilnehmer zugelassen. Gespielt werden Netball (nur Frauen), Fussball (nur Männer) und Volleyball (gemischt). Jedes Jahr wird das Turnier von einer anderen Region ausgerichtet. Dieses Jahr war Komas, die Region rund um Windhoek, an der Reihe. Die Teilnehmer werden per Bus an den Austragungsort transportiert. Übernachtet wird in einen School Hostel, die wegen der Schulferien leer stehen. Rahel und ich waren wahrscheinlich mit Abstand die ältesten Teilnehmer. Das sportliche Niveau war hoch, unsere Einsatzzeit tief. Aber die Reise hat sich trotzdem gelohnt. Die Stimmung war sehr gut, und wir hatten die Möglichkeit, viele neue Leute kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch sportlich waren wir erfolgreich. So qualifizierten sich sämtliche 3 Mannschaften für die Halbfinals. Am Schluss schaute ein 2. Platz für die Fussballer und zwei 4. Plätze für das Volleyball-Team und Netballerinnen heraus.

Christina und David vom Team Kavango West zusammnen mit Rahel auf der Tribüne
unser Team beim Einmarsch ins Stadion
Josef Mbambo, unser Volleyball Teammanager
brüderlich vereint die Fussballer von Kavango East und Kavango West nach dem Halbfinal

Spitzkoppe

Da in der anschliessenden Woche unser Annual Meeting von Interteam auf dem Programm stand, und dies ebenfalls in der Region von Windhoek statt fand, konnten wir uns die Rückreise nach Rundu sparen und statt dessen ein verlängertes Wochenende in der Region verbringen. Die erste Station war Spitzkoppe, der markanteste Berg Namibias, gut 3 Stunden von Windhoek entfernt. Spitzkoppe ist ein beliebtes Touristenziel mit einer Lodge, einem Tented Camp (fixe Zelte, die man mieten kann) und einem riesigen Campground. Riesig ist die Fläche des Platzes. Auf dem ganzen Areal befinden sich aber nur ca. 18 Stellplätze. Wir hatten den Platz ausgewählt, der am weitesten von Reception und Duschen entfernt war. Schätzungsweise 6 km. Da der benachbarte Platz nicht belegt war, fühlten wir uns, als ob wir das ganze Gelände für uns allein hätten.

Rahel unter dem Arche
Sunset in Spitzkoppe

Swakopmund & Rooiklip

Ein Tag in Spitzkoppe ist eigentlich zu wenig, aber da die nächste Übernachtung schon gebucht war, ging es weiter nach Swakopmund. Je näher wir dem Meer kamen, umso wüstenähnlicher wurde die Landschaft. In Swakopmund selber hat man dann ein wenig das Gefühl, in einem Badeort an der Nord- oder Ostsee zu sein. Herrschaftliche Häuser mit deutschen Anschriften, grosszügige, nachts beleuchtete Strandpromenade, viele Kaffee’s mit leckeren Torten und Kuchen und nicht zu vergessen tolle Restaurants mit exquistem Seafood..

Rooiklip Farm im Naukluft Gebirge

Am nächsten Tag fuhren wir der Küste entlang bis Walfis Bay. In Walfis Bay befindet sich der grösste Meerhafen Namibias und ist somit ein wichtiger Umschlagplatz für Güter aller Art. Es ist geplant, den Hafen an eine neue Bahnlinie, die TransNamib, anzubinden. Die Bahn soll dazu dienen, die riesigen Kohlevorhaben im ca. 2000 km entfernten Botswana nach Walfis Bay zu transportieren. Die Exporte sind für Indien und China gedacht. Gemäss einem Zeitungsartikel sind die Aktivitäten auf namibischer Seite ins Stocken geraten und Botswana verhandelt bereits mit Südafrika über eine alternative Linienführung. Walfis Bay ist auch bekannt für die konstant starken Winde und ist somit auch ein Surf- und Kiteparadies. Moment sind Luft und Wasser für mich aber noch etwas zu kalt. Wir fuhren weiter ins Naukluft Gebirge zur Rooiklip Farm. Auf diesem wunderbaren Flecken Erde betreiben Hannelore und Franz auf 7050 Hektaren ihre Farm und bieten den Gästen Übernachtungsmöglichkeiten in Zimmern und auf Camps an. Die letzten 4 Jahre hat es hier praktisch nicht mehr geregnet und die Wild- und Hoftiere leiden entsprechend. Da nicht genügend Futter wächst, müssen viele Tiere geschlachtet werden. Die erzielten Preise für das Fleisch sind deswegen natürlich auf einem Tiefstand. Trotz der schlechten Perspektiven strahlen Hannelore und Franz eine grosse Zufriedenheit aus und wir verbringen 2 tolle Tage in der Einsamkeit der Naukluft.

im Naukluft Gebirge
Schattiges Felsen-Camp mit grandioser Aussicht
joggen im ausgetrockneten Bachbett
Linus, das Hauszebra von Rooiklip
Abendstimmung auf dem Pavianfelsen

Lake Oanob

Am 14.5. trafen alle Interteamler Namibias zum Annual Meeting im Lake Oanob Ressort ein. Das Ressort befindet sich bei Rehoboth knapp 100 km südlich von Windhoek. Der Stausee ist ein Wasserreservoir für Windhoek und Umgebung. Da es im letzten Jahr bei Interteam zahlreiche Wechsel gab, war es für etwa die Hälfte der Teilnehmer das erste Jahrestreffen. Das Ressort wird von Helena, einer ehemaligen Interteamlerin und ihrem Mann Christie geführt. Helena hat es in Namibia so gut gefallen, dass sie nach ihrem Einsatz gleich hier geblieben ist. Wir wurden an diesen 3 Tagen richtig verwöhnt und können diesen gastfreundlichen Ort allen wärmstens empfehlen. Gerade für Neuankömmlige in Namibia ein idealer Ort um „anzukommen“.

Helena und ich unterhalten uns über gemeinsame Bekannte aus unserer Post- bzw. Swisscom-Zeit
Christie’s Leidenschaft sind Modelleisenbahnen
Interteam Namibia auf einer kleinen Wanderung zum Haus von Helena und Christie

Ein Gedanke zu „Ein ereignisreicher Mai“

  1. Oh ihr Lieben, das tönt alles wunderbar aufregend, spassig, abenteuerlich, Natur – nah und toll!! Was für ein abwechslungsreicher Mai für euch – arbeitet ihr denn auch zwischendurch???
    Hier ist nun endlich der Frühling so richtig eingezogen – 100 kg Setzkartoffeln sind im Boden, nebst ganz viel anderem, leider auch die Grippe etwas im Auboden, Sam kuriert sich grad aus. Ich selbst bin am Unterrichten EMOHA Intensivseminar, das drei Wochen dauert, Immer fünf Tage am Stück und dann zwei Wochen Pause mit Arbeiten für die TN zwischendurch. Heute war Tag 7 von 15 und sie mussten das erste Mal eine Sitzung an jemand Fremdem ausführen, was sie schon ziemlich gut meisterten. Morgen beginnen eine 18jährige Praktikantin und eine etwa 50jährige Wooferin bei uns, beide für ca. einen Monat als Hilfe im Garten. Gestern hab ich das erste Mal für 55 Personen thailändisches Buffet gemacht: Glasnudeln – Reis – grünes Curry, Masamancurry, Thaiküchlein, Sweet and sour sauce… den Leuten schmeckte es sehr, auch diese Feuertaufe bestanden. Nächsten Samstag ist dann di eBuchvernissage, dazu übernachtet das Team der Maitlisek Gossau bei uns und dann ist auch noch Regionaltreffen der Permakulturgruppe Roggenburg mit 20 Leuten hier… also langweilig wird es uns weiterhin nicht, und heute Abend sollte ich drum noch die Menüs planen…habt weiterhin schöne Zeiten und denkt mal an mich, schickt mir etwas freie Zeit, das wäre nett! Alles Liebe! Sandra

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