Heisse Weihnachten, Teil 2

Nach drei erholsamen Tagen in der Grootberg Lodge ging unsere Reise weiter an die Westküste Namibias, nach Torra Bay im Sceleton Coast Nationalpark. Hier schlugen wir unser Zelt für zwei Nächte auf. Torra Bay ist ein Paradies für Angler. Geschätzte 500 Personen versammelten sich hier über Weihnachten/Neujahr um ihrer Leidenschaft zu fröhnen. Die meisten davon sind weisser Hautfarbe und sind aus allen Landesgegenden oder aus Südafrika angereist. Viele der Camper schleppen den halben Haushalt mit an die Küste. Wir trafen dort auch Gerda und Lukas aus Outjo wieder. In ihrem AirBnB auf ihrer Farm verbrachten Rahel und ich im Dezember 2019 eine Nacht. Lukas beschenkte uns gleich mit ca 2 kg Fleisch von seiner Farm. Er und seine Familie waren mit dem Lastwagen angereist und hatten sogar eine Tiefkühltruhe mit dabei. Nach den heissen letzten Tagen konnten wir hier an der Küste etwas abkühlen. Die Temperaturen bewegten sich um die 20 Grad. Am 2. Tag fuhren wir bis zur 50 km nördlich gelegenen, einsamen Terrace Bay. Am nächsten Tag gings ca 200 km südwärts, alles der Küste entlang. In Cape Cross besuchten wir eine Robbenkolonie. Zwischen 80 und 100 Tausend Tiere leben hier. Viele sonnen sich am Strand und verbreiten einen ziemlich penetranten Gestank während andere in der Brandung auf Fischfang gehen.

Über Hentjes Bay im Dorob Nationalpark ging die Fahrt weiter nach Uis. Uis ist ein verschlafenes Minenstädtchen am Rand der Namib Wüste mit schönen Blick auf das Brandberg Massiv, den höchsten Bergen Namibias. Auch hier fanden wir wieder ein sehr schönes Camp. Nebst Strom- und Wasseranschluss, einer Grillstelle, einer Dusche und WC, einem gedeckten Sitzplatz verfügte dieses Camp auch über ein Restaurant mit einem originellen Kaktusgarten. Spezialität des Hauses sind Pancakes in verschiedenen Variationen. Weil wir schon in der Nähe waren, machten wir auch noch einen Abstecher zur Brandberg White Lady Lodge. Dieser Lodge ist auch ein Kapitel im Namibia-Beststeller „Hummeldumm“ gewidmet und wir wollten uns daher diesen Schauplatz genauer anschauen. Nebst der White Lady – einer alten Wandmalerei in den Felsen des Brandbergmassives, sind die Wüstenelefanten eine weitere Attraktion dieser Gegend. Und diese fanden wir auch auf unserer Pirschfahrt im ausgetrockneten Flussbett des Ugab. Ein junger Bulle futterte dann sogar nachts von den Zweigen des Baumes, unter welchem wir unser Zelt aufgestellt hatten.

Über Khorixas gelangten wir zum Ugab Terrace Camp. Hier waren wir wieder einmal die einzigen Gäste. Die Lodge war corona-bedingt geschlossen und nur die Camps geöffnet. Auch in der benachbarten Vingerclip Lodge war nur wenig Betrieb.

Mehr los war dann im Olifantrus Camp und in der Dolomite Lodge. Beides Betriebe der staatlichen Namibian Wildlife Resorts (NWR) im Westen des Etosha Nationalparks. Die Dolomite Lodge besticht durch ihre erhöhte Lage auf einem Hügelzug mit Blick auf eine tierreiche Ebene. So sahen wir auf unserer Veranda sitzend unter anderem ein Nashorn, Giraffen, Zebras, Orixe, Strausse und Kudus. Eine gemütlichere Safari gibt es definitiv nicht. Beim nächtlichen Gamedrive kamen noch zwei Honigdachse, eine braune Hyäne und eine gefleckte Adlereule hinzu; nachtaktive Tiere, die man tagsüber nur sehr selten zu Gesicht bekommt.

Den letzten Tag auf diesem Trip verbrachten wir in Tsumeb. Hier befindet sich eines der zwei 50 Meter Schwimm-Becken Namibia’s. Am frühen Sonntagmorgen hatten wir das ganze Becken für uns alleine, abgesehen von ein paar Gänsen und Enten.

und was sonst noch war…

2 Gedanken zu „Heisse Weihnachten, Teil 2“

  1. Das tönt ja so entspannt, bravo und danke für das Teilen deiner Abenteuer. Der Bericht macht meine Sehnsucht mehr Zeit im südlichen Afrika zu verbringen noch grösser.
    Gnüsses und lg
    Reto

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