12. und 13.12.2011 San Juan

In meiner letzten Ferienwoche lasse ich es etwas ruhiger angehen. Ich geniesse Wellen, Meer, Sonne, Seafood, jogge am km-langen Sandstrand und mache kleinere Ausfluege in die umliegenden Ortschaften. San Juan ist meine letzte Station auf dieser Velo-Reise. Morgen nehme ich den Bus zurueck nach Manila, wo ich die letzten Tage vor meiner Rueckreise verbringen werde.

Cycling Philippines, biken in den Tropen?

Meine anfaengliche Unsicherheit hat sich in Begeisterung gewandelt. Auf diese Art zu reisen ist fuer mich auch in diesen Gefilden eine sehr positive Erfahrung. Als Veloreisender ist man hier zwar immer noch ein Exot. Die Menschen reagieren auf den Velo fahrenden ‚Amerikano‘ ueberrascht, freudig, staunend teilweise fast unglaeubig aber durchwegs positiv. Sie sind neugierig, fragen dich aus, sind hilfsbereit und freundlich. In den Bergen sind die Menschen wie warscheinlich in allen Bergregionen der Welt etwas reservierter aber nicht weniger freundlich und hilfsbereit. Ich habe auf meiner Reise bekannte Touristenorte besucht, dazwischen aber auch viele Tage an Orten verbracht, wo ich vermutlich seit langen der erste Auslaender war. Gerade an solchen Orten haben sich immer wieder schoene Kontakte mit den Einheimischen ergeben.

Verkehr:

Fahrradwege, wie wir sie kennen gibt es nicht. In den Staedten gib es teilweise separate Spuren fuer Jeepney’s und Trycicle’s. In den Visayas und in den Bergen war der Verkehr gering bis maessig (Ausnahme in der Naehe grosser Staedte wie Cebu, Dumaguete oder Bacolod). Im Umkreis von Manila, das heist rund 150 km rund um die Hauptstadt ist das Verkehrsaufkommen sehr gross und fuer Radfahrer nicht unbedingt empfehlenswert.

Uebernachten:

Ich hatte fuer Notfaelle ein Zelt dabei, brauchte dieses aber gluecklicherweise nie. In der Regel findet sich ueberall eine Uebernachtungsmoeglichkeit. Falls mal nichts zu finden ist, kann man sich in der City Hall (Gemeindehaus) nach einer privaten Unterkunft erkundigen.

Verpflegung:

Vorraete oder literweise Getraenke auf dem Rad mitzufuehren ist hier nicht noetig. Die Menschen leben hier entlang den Strassen. Und wo es Menschen gibt, gibt es Sari Sari – Stores (Minikioske mit kuehlen Getraenken)  und kleine Turo-Turo-Restaurants wo man die Toepfe schauen kann und immer etwas Leckeres findet. In den groesseren Ortschaften finden sich dann auch die verschiedensten einheimichen (Andok’s, Chowking usw) und auslaendischen Fastfood-Ketten (McDonalds, KFC, Jolliebee usw.). Von Vorteil ist hier sicher, wenn man gerne Reis isst. 3 mal Reis pro Tag waren bei mir keine Ausnahme.

Klima:

Das Klima ist tropisch. Grundsaetzlich ist November bis Maerz die beste Jahreszeit zum Reisen, kann aber je nach Gegend unterschiedlich sein. Die Temperaturen sind tagsueber um die 30 bis 35 Grad. Die Luftfeuchtigkeit um die 75 %. Nach einer kurzen Angewoehnungsphase laesst es sich aber sehr gut biken. Die flachen Kuestengegenden und der damit verbundene Fahrtwind bringen Kuehlung. Schoenste Tageszeit zum radeln ist aber sicher der fruehe Morgen. In den Kordilleren wird es in dieser Jahreszeit recht kuehl. Eines morgens hatte es in Baguio gerade 13 Grad. In der Bergregion ist das Biken bei trockener Witterung den ganzen Tag ueber angenehm.

Transporte:

Auf den Philippinen ist man als Radfahrer immer wieder auf oeffentliche Verkehrsmittel angewiesen, seien das Busse, Schiffe oder auch Flugzeuge. Meine Erfahrungen beschraenken sich auf Busse und Schiffe.

Auf Autofaehren wird das Rad gratis befoerdert. Die etwas gemaechlichen Schiffe sind auf fuer Personen die guenstigste Variante. Auf den Superferries oder Fastcrafts musste ich jeweils einen Zuschlag fuer das Velo bezahlen, der etwa einem Drittel des Billetpreises entsprach. Dazu kamen teilweise noch die Gebuehren fuer die Porter (Gepaecktraeger). Bei den Bussen ist ebenfalls ein Zuschlag zu bezahlen und zwar an den Kondukteur, den Begleiter des Chauffeurs. Der Preis ist mit ihm auszuhandeln.

Orientierung:

Im allgemeinen ist die Orientierung auf den Inseln sehr einfach. Immer der besten Strasse entlang..

Ich habe auf meiner Reise folgende 2 Reisebuecher benutzt: Cycling Philippines von Jens Funk und das Reisehandbuch Philippinen von Jens Peters. Das erste Buch war mir in den Visayas eine grosse Hilfe. Km-Angaben, Hoehenprofile und Details zu Stecken, Unterkunftsmoeglichkeiten und Sehenswuerdigkeiten haben mir die Planung und Orientierung sehr erleichert. Das Buch von Jens Peters ist ein allgemeiner Reisefuehrer fuer die Philippinen mit sehr detaillierten Angaben ueber Kultur, Menschen, Geschichte, Transportmoeglichkeiten, Preise usw. In diesem Reisefuehrer waren mir speziell die Karten und Stadtplaene und die Angaben zu den Unterkuenften sehr hilfreich.

Hunde:

Hunde gibt es auf den Philippinen fast wie Sand am Meer. Meist streunen die Hunde herum oder liegen auf der Strasse. Viele sind schlecht ernaehrt und unterwuerfig. Anders sieht es mit den Hunden in der Bergregion aus. Diese stolzen und gepflegten Tiere verteidigen ihr Teretorium. Ganz hartnaeckige Tiere haben mich teilweise bis zu 200 m verfolgt. Schlecht ist es, wenn’s gerade bergauf geht.

Falls ich dein Interesse fuer eine Radreise auf den Philippinen geweckt habe, stehe ich fuer detailliertere Auskuenfte gerne zur Verfuegung.

Balut, angebruehtete Enteneier

Surfing in San Juan

Sunset in San Juan

Ma-cho Tempel in San Fernando

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